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Tracking-Klage gegen Apple: Speicherung von Nutzerdaten rechtswidrig?

Apple und die Tracking-Funktionen von iPhone und iPad stehen einmal mehr im Kreuzfeuer der Kritik. In welchen Ausmaßen, über welchen Zeitraum und vor allem zu welchem Zweck Bewegungsdaten von Nutzern gesammelt werden, interessiert nicht nur Datenschützer.

Dass Apple-Kunden mit dem iPhone auch eine Tracking-Technologie kaufen, die sich nicht abschalten lässt, hat schon vor längerer Zeit für Aufruhr gesorgt. Doch nicht nur der Technikriese, auch der Internet-Gigant Google steht wegen der Sammlung von Nutzerdaten mit seiner Android-Anwendung in der Kritik. Undurchsichtige Machenschaften mit den eigenen Daten haben Kunden eben nicht gern, und Verbraucher- sowie Datenschützer fordern unerbittlich die Offenlegung der internen Abläufe. In den USA haben erste Klagen gegen Apple bereits die Gerichte erreicht: zwei Nutzer verlangen das sofortige Beenden der Datenspeicherung und außerdem eine Rückzahlung des Kaufpreises, da sie ihnen die Geräte unter Vorenthaltung wichtiger Informationen verkauft worden seien.

Tracking bei Apple: Datenschützer besorgt

Das liebe Leid mit dem Datenschutz geht auch an Apple nicht vorüber. Die Bewegungsprofile, die das zahlreich verkaufte iPhone ebenso sowie die Mobilfunkversion des beliebten iPad von ihren Anwendern erstellen, werfen jede Menge Fragen auf. Es ist nur eine kleine Datei in den Geräten, welche den jeweiligen Standort des Nutzers ermittelt und mit einem Zeitstempel versehen speichert. Dies allein würde schon für Unruhe in Reihen der Datenschützer sorgen, doch noch mehr beunruhigt diese, dass die Daten offenbar ohne Schwierigkeiten von Apple ausgelesen und damit zu unbekannten Zwecken verwendet werden können.

Tracking-Klage gegen Apple: Speicherung von Nutzerdaten rechtswidrig?

Wieso speichert Apple solche Daten? Zu welchen Zwecken werden sie eventuell verwendet? Wie lange verbleiben sie in den Datenbanken des Technikriesen? Und haben vielleicht sogar unbekannte Dritte Zugriff auf die Nutzerprofile? Diese und andere Fragen stehen im Raum, seit Medienberichte die Problematik um die Sicherheit der Bewegungsprofile öffentlich gemacht haben. Kritiker sind alarmiert und verlangen, dass die Rechtslage um das Sammeln solcher Profile geprüft wird. Apple-Nutzer sind derweil verunsichert: ist der Aufschrei um eventuelle Datenschutz-Verletzungen berechtigt oder ist alles nur heiße Luft?

Das Unternehmen selbst hielt sich erst einmal bedeckt, auf eine Stellungnahme warteten Kritiker zunächst vergeblich. In einer Presseerklärung hieß es nun, man habe niemals persönliche Nutzerprofile, sondern nur Standortdaten von Funkmasten und Ähnlichem verwendet, die dauerhafte Speicherung der Bewegungsprofile sei nicht beabsichtigt gewesen. Ein Software-Update soll die Dauer der Speicherung künftig auf sieben Tage beschränken. Ob sich die Nutzer, die bereits Klage erhoben haben, davon beeindrucken lassen und ob Apple damit weitere Klagen in den USA und anderswo verhindern kann, bleibt abzuwarten.

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