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Filme mieten im iTunes-Store

Momentan bietet Apple seinen amerikanischen Benutzern innerhalb des iTunes-Store den Download von Filmen und Serien. Leider ist dies zur Zeit nur nach einen Kauf möglich, welcher mit recht hohen Preisen zu Buche schlägt. Nun soll alles anders werden und man plant ein Mietmodell.

Bisher ist der Kauf von Filmen und Serien nur in den USA möglich. In Deutschland haben wir das Nachsehen, denn hier gibt es keine Filme innerhalb des iTunes-Stores zu kaufen, bis auf ein paar wenige Kurz- und Animationsfilme. Interessanter wäre allerdings ein Mietmodell, denn auch in den USA kostet ein Film in etwa 15 US-Dollar. Hierfür bekommt man aber schon eine DVD, wenn nicht sogar eine hochauflösende Blu-Ray oder HD-DVD.

Daher ist es umso interessanter, dass laut Angaben der Financial Times und des Wall Street Journal die beiden Unternehmen Apple und 20th Century Fox eine Kooperation planen. Schon lange wolle man ein Mietmodell für den iTunes-Store anbieten, bei dem sich die Benutzer den Film gegen einen gewisse Gebühr herunterladen können und nach dem Ansehen das Nutzungsrecht verloren geht. Bisher hatten sich die Filmstudios hier allerdings quergestellt. 20th Century Fox kommt Apple aber nun scheinbar entgegen und plant zudem eigene DVDs mit dem Apple-DRM-System auszustatten, damit auch DVDs in begrenzter Menge für iPod und Apple TV kopiert werden können.

Bisher handelt es sich allerdings nur um interne Angaben, allerdings soll 20th Century Fox bereits bald eine offizielle Erklärung abgeben. Bleibt nur zu hoffen, dass auch endlich mal in Deutschland entsprechende Verträge geschlossen werden.

Apple TV stößt auf wenig Interesse

Das Marktforschungsunternehmen Forrester schätzt den Abverkauf des Apple TV eher negativ ein. Man gehe nicht mehr davon aus, dass die prognostizierten eine Million Apple TV bis Jahresende verkauft werden könnten.

Noch im Mai hatte Forrester vorausgesagt, dass Apple bis Ende des Jahres eine Million Geräte absetzen werde. Von dieser Aussage will man jetzt allerdings Abstand nehmen. Zu den bereits 400.000 geschätzten Geräten, die Apple bisher abgesetzt haben dürfte, könnten noch einmal etwa 400.000 zusätzliche Apple TVs im Weihnachtsgeschäft abgesetzt werden. Die prognostizierte eine Million werde somit leider nicht erreicht.

Bisher hatte Apple mit seinen Produkten immer einen recht guten Riecher, was den Abverkauf anbelangte. Bei dem Apple TV ist das scheinbar nicht so. Es handelt sich hierbei um eine Art Media-Streaming-Station, die Inhalte vom Computer zum Fernseher kabellos über WLAN überträgt. Hierfür wird lediglich vorausgesetzt, dass diese Inhalte in der Apple-Software iTunes auf dem Computer vorliegen.

Als möglichen Grund für das bisherige Versagen des Apple TV sieht man bei Forrester vor allem die nicht stattgefundene Video-Revolution im iTunes-Store. So gibt es im deutschen iTunes-Store beispielsweise noch gar keine Videos zu kaufen, bis auf einige wenige Kurzfilmchen. Auch das iPhone und der iPod sind hiervon betroffen. Denn auch diese werden durch die iTunes-Bibliothek versorgt. Von einem größeren Filmangebot würden somit auch diese beiden Geräte profitieren.

Es liegt aber wohl nicht daran, dass die Menschen das Apple TV nicht kennen würden. So hätten Umfragen ergeben, dass in etwa die Hälfte der Erwachsenen in den USA bereits vom Apple TV gehört habe, davon hätten aber gerade mal in etwa fünf Prozent, sich das Gerät in einem Geschäft näher angeschaut. Gerade einmal drei Prozent hingegen, beabsichtigen sich das Apple TV überhaupt zuzulegen.

Sicher liegt es aber auch daran, dass einfach zu wenige Formate unterstützt werden. Weit verbreitete Formate wie DivX lassen sich ohne entsprechende Hacks gar nicht anzeigen. Zudem kaufen sich Filmliebhaber bisher vor allem Filme als DVD, die sich wiederum nicht für das Apple TV konvertieren lassen, da sie meist kopiergeschützt sind. Es ist also durchaus schwierig überhaupt Inhalte in iTunes für das Gerät bereitzustellen. Ein Kaufen von Inhalten ist in Deutschland zudem noch gar nicht möglich. Zudem sind die Preise in den USA recht hoch, so dass man dann doch wohl lieber wieder zur DVD greift. Neue Medien wie HD-DVD oder Blu-Ray-Discs wecken auch eher das Interesse der Konsumenten, da man dort die volle HDTV-Auflösung geboten bekommt. Filme im US-iTunes-Store erreichen hingegen meist nicht einmal die komplette DVD-Qualität.

Das Unternehmen Forrester glaubt aber, dass man das Apple TV wieder interessanter machen könnte, wenn man den Inhalte-Lieferant NBC als Partner zurückgewinnen und Filme dann statt wie bisher nur zum Kauf, auch zur Vermietung anbieten würde. Ein Vermietmodell für Filme würde dem Apple TV sicherlich gut zu Gesicht stehen, man würde sich den Gang zur Videothek sparen und könnte bequem vom Sofa aus in der großen Filmbibliothek wählen. Das Gerät hat also noch viel Potential, man muss es nur wecken. Gerüchte besagen auch, dass Apple bereits ein neues Apple TV in Planung habe, dass dann auch über ein Laufwerk für DVDs verfügen solle. Inwieweit dies der Wahrheit entspricht, kann man nicht sagen, es würde jedenfalls vom bisherigen Konzept der reinen Media-Streaming-Station abweichen.

Nokia mit eigenem Handy-Musicstore

Doug Morris, der Chef des größten Musikkonzerns Universal Music Group will mit aller Kraft den Fesseln des iTunes-Musicstores entrinnen. Mit dem finnischen Handy-Hersteller Nokia will er Apple nun Kunden abjagen.

Apple ist mit seinem iTunes-Musicstore bereits auf dem dritten Rang der größten Musikvertriebe aufgestiegen. Nur Wal-Mart und Best Buy setzen noch mehr Titel in den USA ab. In Europa werden laut Aussagen des Marktforschungsunternehmens Jupiter Research in 2007 bereits 80 Prozent der online gekauften Musik über iTunes geladen werden.

Immer mehr beschweren sich die Musik-Unternehmen über die zu geringen Margen. Sie setzen zwar viel Musik ab, können aber nicht den Preis selbst bestimmen. Apple würde die Preise vorschreiben, so kostet bei uns in Deutschland jedes Album 9,99 Euro sowie jeder Titel 99 Cent, die Unternehmen können dagegen wenig tun.

Universal startete deswegen in den USA bereits den Testverkauf von Musik ohne Kopierschutz, allerdings nicht im iTunes-Store. Zudem arbeitet man zusammen mit dem zweitgrößten Musikkonzern Sony BMG an einem eigenen Musikabodienst.

Ein weiterer großer Schlag gegen Apple gelang Universal am Dienstag. Man verkündete die Partnerschaft mit dem Handy-Hersteller Nokia. Dieser wird ab dem kommenden Jahr im gemeinsam gegründeten Musicstore mit dem Namen „Come with Music“ alle Universal-Songs kostenlos für zwölf Monate zum Download anbieten. Die Nutzer können die Songs dabei mit ihrem Nokia-Handy downloaden und auch später auf dem PC sichern. Nokia will dafür bereits im nächsten Jahr spezielle Handys auf den Markt bringen, die dann auch bereits das Musikabonnement für ein Jahr enthalten. Aber auch bereits ältere Modelle der N-Serie, von denen Nokia bereits über 50 Mio. Exemplare absetzen konnte, sollen mit dem neuen Dienst nutzbar sein.

Apple muss sich also warm anziehen. Noch sind sie gut im Geschäft, mit neuen Konzepten oder Partnerschaften der anderen Marktteilnehmer könnte sich dies allerdings langfristig ändern. Zwar hat man bereits auch in das eigene iPhone den iTunes-Musikstore integriert, allerdings hat dieses noch lange nicht den Marktanteil, den die Nokia-Handys bereits haben. Apple strebt einen Marktanteil von 10 Mio. Stück bis Ende 2008 an, das wirkt fast verschwindend gering gegen die bereits über 50 Mio. abgesetzen Exemplare der Nokia-N-Serie.

Es bleibt also weiterhin spannend. Ich werde aber auch weiterhin Apple den Rücken stärken. Es ist einfach zu schön im Wifi-iTunes-Music-Store mit seinem iPhone zu surfen, seine Musik anzutesten und dann zu kaufen. Ich habe hier ein rundum zufriedenstellendes Gesamtkonzept. Vielleicht sollte Apple einfach von der Politik ablassen, den Firmen die Preise diktieren zu wollen. Sollen sie doch ihre Songs zu den Preisen anbieten, zu denen sie wollen. Der Markt wird es schon selbst regulieren. Das ist jedenfalls meine Meinung.

Viren erobern den Mac

Wie die Financial Times Deutschland in ihrer Ausgabe vom 6. Dezember berichtet, gehe aus einem in dieser Woche erschienenen Bericht des Sicherheitsunternehmens F-Secure hervor, dass die Hacker-Angriffe auf die Mac-Plattform immer mehr steigen. In den letzten Monaten sei die Zahl der schädlichen Software rapide gestiegen, heißt es in dem Bericht.

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Wie auch in dem oberen Spot zu sehen, hat Apple in den letzten Jahren immer darauf hingewiesen, dass die Mac-Plattform viel sicherer sei als die Personal Computer (PCs). Dies ist im Grunde auch richtig, denn die Mac-Plattform baut auf einem Unix-System auf, welches eben speziell für Netzwerke entwickelt wurde. Nicht ohne Grund werden mit großem Erfolg in der Serverwelt vorwiegend Linux- und Unix-Systeme verwendet, die eine ähnliche Architektur aufweisen. Windows hingegen wurde ursprünglich als Einzelplatz-System entwickelt und erst nachdem sich das Internet verbreitet hatte, integrierte man diese Funktionalität und versucht seitdem die Lücken zu schließen.

Die steigende Nachfrage nach Macintosh-Rechnern, die Einführung einer Safari-Version für Windows sowie der große Hype um das iPhone, hat nach Einschätzung von F-Secure auch dazu beigetragen, dem Trend zu immer mehr Angriffen Zucker zu geben. Die Angreifer würde es dahin ziehen, wo das Geld wartet. Apple stelle dabei ein immer lohnenderes Ziel dar. Eine Sprecherin von Apple gab an, dass die Sicherheit für Apple sehr wichtig sei und man eine ausgezeichnete Vorgeschichte im Bekämpfen von Anfälligkeiten hätte, bevor sie den Nutzer treffen.

Schädliche Software wird dabei vorwiegend von den Anwendern der Mac-Plattform selbst installiert: Der Anwender glaubt dabei, Software zu installieren, die er zum Abspielen urheberrechtlich geschützter Musik benötige. Im Hintergrund baue sich dann der Trojaner ein. Mit seiner Hilfe können die Angreifer Internetsuchen manipulieren. Bei den Angreifern handele es sich vor allem um eine kleine organisierte Gruppe mit dem Namen „Zlob Gang“.

Man sollte sich allerdings nicht verrückt machen. Das größte Sicherheitsrisiko ist und bleibt der Anwender selbst. Mit ein wenig Vorsicht und Nachdenken bevor man dubiose Software installiert, sollte man mit der Mac-Plattform auch weiterhin recht sicher unterwegs sein.

VMWare Fusion 1.1 veröffentlicht

Die Virtualisierungssoftware VWMare Fusion 1.1 macht es möglich u.a. das Microsoft-Betriebssystem Windows XP oder Vista innerhalb von Mac OS X laufen zu lassen. So lassen sich bestimmte Programme, die es beim Mac nicht gibt, trotzdem nutzen. Auch Linux lässt sich ausführen. Das jeweilige Betriebssystem ist nicht enthalten und muss gegebenenfalls extra erworben werden.

Das neue Mac OS X Leopard verfügt mit Boot Camp bereits über die Möglichkeit Windows ausführen zu lassen. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass man dann sein Mac-System runterfahren und Windows alleine booten muss. VMWare Fusion 1.1 macht es einem da einfacher, man startet einfach das Programm innerhalb seiner gewohnten Arbeitsumgebung in Mac OS X und kann dann ganz normal mit Windows in einem extra Fenster arbeiten. Auch die Boot-Camp-Partition lässt sich so in einem Fenster starten. Auch Drag and Drop zwischen den beiden Systemen klappt problemlos.

VMWare Fusion 1.1 ist nun verfügbar. Für Anwender der Version 1.0 ist das Update kostenlos, alle anderen müssen 79,99 US-$ für eine Einzelplatz-Lizenz zahlen bzw. können die Software 30 Tage lang kostenlos testen.

Zu den Neuerungen gegenüber der Vorgängerversion zählt unter anderem die Unterstützung von Direct X 9.0. So lassen sich ausgewählte Windows-Spiele in der emulierten Umgebung mit Grafikbeschleunigung spielen. Auch ist das Programm jetzt mit deutscher Sprachunterstützung erhältlich.

Das Konkurrenz-Produkt Parallels Desktop for Mac kostet auch 79,99 US-$ und ist bereits in der Version 3.0 verfügbar. Aus eigener Erfahrung, kommt uns allerdings VMWare Fusion schneller vor. Auch die Integration innerhalb des Mac-Betriebssystems ist schöner gelöst. Beide Programme verfügen über einen Modus, in dem man nicht mehr sieht, dass Windows überhaupt noch ausgeführt wird. VMWare Fusion punktet hier allerdings eindeutig, denn hier wird der Exposé-Modus von Mac OS X voll unterstützt, das heißt die Windows-Fenster ordnen sich auf Wunsch auch alle nebeneinander an. Bei Parallels Desktop 3.0 for Mac hingegen bleiben die Windows-Fenster übereinander und nur die Mac-Fenster ordnen sich nebeneinander an. Außerdem läuft Parallels Desktop 3.0 for Mac unseres Empfindens nach langsamer, bei schnellen Fensterbewegungen sieht man schonmal den Windows-Desktop im Hintergrund hinter dem Fenster. VMWare Fusion hingegen läuft hier sehr flüssig und schnell.

Wer kein Geld hat oder ausgeben will, kann auch das kostenlose VirtualBox ausprobieren. Hierbei handelt es sich um ein Open Source Projekt, welches unter der GNU General Public Licence (GPL) verfügbar ist.