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MacBook vs. MacBook Air

In vielen Foren und Ratgebern liest man, dass das MacBook Air ja nur ein flacheres MacBook wäre, welches zudem wesentlich teurer wäre. Grund genug für mich einen kleinen Vergleich zwischen den beiden Geräten anzustellen.

Der Preisunterschied ist schon erheblich. Das MacBook gibt es bereits ab 1.049 Euro im Apple Store, wohingegen das MacBook Air für 1.699 Euro zu haben ist. Für 1.899 Euro steigt man sogar schon in die Pro-Klasse auf, denn für diesen Preis gibt es bereits ein MacBook Pro.

Aber was sind eigentlich die Unterschiede zwischen dem MacBook und dem MacBook Air?

Zuerst einmal sei hier natürlich die Größe genannt: Das MacBook hat eine Größe von 2,75 x 32,5 x 22,7 cm, das MacBook Air ist 0,4 bis 1,94 x 32,5 x 22,7 cm groß. Von der Grundfläche sind beide Geräte also gleich, lediglich in der Höhe unterscheiden sie sich. Hier ist das MacBook Air an der dicksten Stelle 1,94 cm „dick“, während das MacBook durchgehend 2,75 cm dick ist. Das sind bereits 0,81 cm Unterschied, also fast ein ganzer Zentimeter. Man muss sich vorstellen, dass das MacBook Air einen schrägen Aufbau hat, daher hat es auch an der schmalsten Stelle eine Dicke von gerade einmal 0,4 cm! Ohne Zweifel darf das MacBook Air durchaus als das dünnste Notebook der Welt bezeichnet werden. Zudem kommt das MacBook Air im edlen Aluminium-Kleid daher, während das MacBook lediglich eine Plastik-Hülle vorzuweisen hat.

Als nächstes wäre das Gewicht zu nennen. Das MacBook wiegt 2,27 kg, das MacBook Air hingegen nur 1,36 kg, also 0,91 kg weniger! Also fast ein komplettes Kilogramm weniger. Vielleicht kann man sich das besser vorstellen, wenn man sich stattdessen als Hilfe eine Wasserflasche vorstellt. Während man bei dem MacBook zwei Wasserflaschen mit sich rumtragen müsste, hätte man beim MacBook Air nur eine Flasche zu tragen. Wenn man eine Weile unterwegs ist, merkt man den Gewichtsunterschied schon deutlich.

Beim Prozessor unterscheiden sich beide Geräte lediglich in der Taktung. Während es das MacBook mit wahlweise 2,0 GHz oder 2,2 GHz zu bestellen gibt, ist das MacBook Air mit wahlweise 1,6 GHz oder 1,8 GHz verfügbar. Allerdings handelt es sich bei dem Core 2 Duo Prozessor von Intel im MacBook Air um eine Spezialanfertigung. Dieser hat nur 60 Prozent der Originalgröße des im MacBook verbauten Prozessors. Beide Geräte verfügen über 4 MB L2-Cache.

Beide Laptops verfügen über ein 13,3 Zoll Hochglanz-Display mit einer maximalen Auflösung von 1280 x 800 Pixeln. Allerdings hat das MacBook Air im Gegensatz zum MacBook eine moderne LED-Hintergrundbeleuchtung im Display eingebaut. Diese spart zum einem Strom und erreicht zum anderen eine höhere Display-Helligkeit. So soll die Akku-Laufzeit des MacBook Air im WLAN-Betrieb beachtliche fünf Stunden betragen, das MacBook dürfte hier in etwa nur drei bis vier Stunden aushalten, obwohl die maximale Akku-Laufzeit mit sechs Stunden angegeben wird. Diese beziehen sich allerdings auf einen Betrieb des MacBooks mit minimalen Anforderungen. So verfügt das MacBook auch über ein größeres 65-Watt-Netzteil, das MacBook Air hingegen über ein kleineres 45-Watt-Netzteil.

Der Arbeitsspeicher beim MacBook Air ist fest auf der Platine verbaut, ein Wechseln ist somit nicht möglich. Allerdings wurde der Arbeitsspeicher mit 2 GB auch ausreichend bemessen, mehr sollte man bei dem Anwendungsgebiet des MacBook Air auch nicht benötigen. Das MacBook bietet hingegen die Option auf bis zu 4 GB aufzustocken, was allerdings momentan noch recht teuer sein dürfte.

Bei der Festplatte gibt es einen großen Unterschied, denn das MacBook Air hat standardmäßig eine 80 GB Festplatte verbaut, die allerdings nur mit 4.200 Umdrehungen pro Minute ihren Dienst verrichtet. Das war früher normale Geschwindigkeit bei Laptops, allerdings gibt es mittlerweile auch in Laptops Festplatten mit bis zu 7.200 Umdrehungen pro Minute. Alternativ gibt es eine hochmoderne Solid-State-Flashfestplatte mit 64 GB, allerdings ist der Aufpreis für diese Option erheblich, dürfte also für die meisten Anwender nicht in Frage kommen. Das MacBook hat hingegen eine Festplatte mit 5.600 Umdrehungen pro Minute verbaut, dürfte also ein wenig schneller sein. Hier gibt es allerdings im Apple Store die Option auf bis zu 250 GB aufzurüsten. Da es sich bei der MacBook Air Festplatte mit 80 GB um die normale iPod-Festplatte handeln dürfte, wäre hier auch eine Option mit 160 GB wünschenswert gewesen, denn in dieser Größe gibt es auch die iPod-Festplatten. Aber wahrscheinlich wäre diese ein wenig zu dick gewesen und hätte womöglich nicht mehr in das Gerät gepasst.

Ein gravierender Unterschied ist auch das Fehlen eines optischen Laufwerks beim MacBook Air. Es verfügt über kein CD-/DVD-Laufwerk. Wer Software oder dergleichen von solch einer CD oder DVD installieren will, kann sich hierfür allerdings von einem Computer in der Nähe das Laufwerk ausleihen. Hierfür muss eine spezielle Software, die dem MacBook Air für Windows und Mac beiliegt, aufgespielt werden. Danach lässt sich über WLAN das Laufwerk des anderen Computers nutzen. Alternativ bietet Apple für knapp 100 Euro ein externes Superdrive-Laufwerk an, welches sich per USB anschließen lässt. Allerdings sollte man hier überlegen, ob man nicht lieber noch ein wenig mehr bezahlt und für ungefähr 400 Euro einen internen Blu-Ray-Brenner mit externem Gehäuse kauft. Damit würde man auf jeden Fall zukunftssicherer investieren und könnte auf eine Disc bis zu 50 GB Daten abspeichern. Das MacBook verfügt hingegen standardmäßig über ein Combo-Drive, gegen Aufpreis gibt es auch ein Superdrive.

Beide Geräte verfügen über die gleiche OnBoard-Grafik, dem Intel GMA X3100 Grafikprozessor mit 144 MB DDR2 SDRAM, der gemeinsam mit dem Hauptspeicher genutzt wird. Man darf hier also keine grafischen Wunder erwarten. Für die meisten Anwendungen reicht diese Leistung allerdings locker aus, wenn man nicht gerade 3D-Spiele oder dergleichen betreiben will. Hier sollte man dann eher zum MacBook Pro mit zusätzlicher Grafikkarte greifen.

Das MacBook Air verfügt über weniger Anschlüsse als das MacBook. Es hat lediglich einen USB-2.0-Anschluss, einen Audio-Out-Anschluss, an den man externe Lautsprecher anschließen kann, und einen neuen Micro-DVI-Anschluss, an den sich ein externes Display anschließen lässt. Für viele könnte dies zu wenig sein: Das MacBook hat zwei USB-2.0-Anschlüsse und einen Firewire-400-Anschluss. Natürlich lässt sich der USB-Anschluss des MacBook Air mit einem USB-Hub auf weitere USB-Anschlüsse erweitern, dies sollte also kein Problem sein. Allerdings wurde der beim Mac übliche Firewire-Anschluss vollständig eingespart. Dieser wird häufig für externe Festplatten oder auch zum Anschluss von Camcordern benötigt. Mein derzeitiger Camcorder beispielsweise lässt sich nur mittels Firewire an einen Computer anschließen und wäre somit mit dem MacBook Air nicht nutzbar. Neuere Camcorder hingegen haben meist auch einen integrierten USB-Anschluss, hier sollte es also nicht zu Problemen führen. Trotzdem dürfte das Fehlen des Firewire-Anschlusses für viele ein Grund sein, sich kein MacBook Air zu kaufen. Wer allerdings einen externen Monitor anschließen will, bekommt beim MacBook Air bereits zwei entsprechende Adapter als Zubehör mitgeliefert, die einen Anschluss mittels DVI oder VGA zulassen. Beim MacBook müssen diese Adapter erst extra erworben werden.

Wie beim MacBook Pro wird auch die Tastatur des MacBook Air bei dunklen Lichtverhältnissen beleuchtet, ein Feature das dem MacBook gänzlich fehlt. Zudem verfügt das MacBook Air über ein größeres Trackpad, welches neue Multitouch-Gesten ermöglicht. Ob hier ein späteres Update für MacBook und MacBook Pro vorgesehen ist, weiß man bisher leider noch nicht. Denkbar wäre es, denn auch das Trackpad des MacBooks und des MacBook Pros erkennt bereits einige Gesten und unterstützt die Verwendung von zwei Fingern.

Zudem wurde das MacBook Air von Greenpeace gelobt, für seine umweltschonenden Materialien.

Jeder muss also selbst abwägen was für einen am wichtigsten ist. Es stimmt schon, dass das MacBook Air vor allem durch seine extreme Kompaktheit und Leichtigkeit besonders bei Computer Ratgebern überzeugt. Bei den Anschlüssen und der Leistung ist es dem MacBook hingegen unterlegen. Allerdings bekommt man beim MacBook Air auch einige nette neue Features wie etwa ein Aluminium-Gehäuse, ein Multitouch-Trackpad, ein Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung oder etwa die hintergrundbeleuchtete Tastatur.

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