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Die Mighty Mouse – Apple geht immer seinen eigenen Weg

Computermäuse sind inzwischen das wohl wichtigste Eingabegerät für den modernen Computer. Kompliziert sind sie nicht, ein paar Tasten, Scroll-Ball, Kugel-, Infrarot-, oder Laser-Abtastung. Bei Apple tickten die Uhren lange Zeit anders, dann kam die Mighty Mouse.

Lange gab es die „Apple-Maus“ nur mit einer einzigen Taste. Apple zeigte sich hier ausnahmsweise lange Zeit innovationsresistent, während Logitech und Co. sich mit Tasten, Funktionen und Innovationen gegenseitig im Akkord übertrafen.

Erst 2005 gönnte Apple seinen Usern mehr als nur eine Taste. Aber etwas neues brachte auch die Mighty Mouse nicht. Eigentlich sieht sie nur gut aus. Ist nicht einfach „nur“ Zubehör zum Rechner sondern elegantes Accessoire. Die Oberfläche ist immer noch wunderbar geschlossen und dementsprechend recht schmutzabweisend. Die Tasten sind weder an Kanten noch an Einkerbungen zu erkennen und der Scroll-Ball ist angenehm undominant. Doch das war es dann auch schon.

Im Vergleich zur „alten“ Eintastenmaus zeigt die „neue“ Schwächen. Die Verarbeitung und das Material der Mighty Mouse wirken ein wenig billiger als bei dem Klassiker. Aber das mag täuschen, gemessen an der Konkurrenz steht Apple immer noch gut da.

Schlechter sieht es da beim Scroll-Ball aus. Er ist winzig, weich und kribbelt fast am Finger des Users. Was auf dem ersten Blick als schickes Design daher kommt, zeigt in der Praxis Schwächen. Der Ball lässt sich zwar um 360 Grad drehen, reagiert aber bei jedem Kontakt mit schwachen Vibrationen und leichtem Klicken der Kontakte. Zudem ist er sehr verschmutzungsanfällig.

Insgesamt verfügt die Mighty Mouse über vier Tasten, die zwei Haupttasten, der Ball und die zwei Seitentasten. Ja genau, eigentlich sind das fünf. Aber jene zwei Seitentasten funktionieren nur zusammen, bilden die vierte Taste und sind eigentlich gar keine richtigen Tasten. Es handelt sich um Drucksensoren, die nur bei gleichzeitigem Druck aktiviert werden. Ein Lautsprecher übernimmt dann die Simulierung des Klickgeräusches. Eine nette Spielerei, aber man mag sich fragen, wozu das nötig war.

Ärgerlich ist es, dass es nicht möglich ist, mit der Maus Doppelklicks durchzuführen, da sich die formschönen Tasten nur einzeln bedienen lassen.

Ansonsten muss man sagen, dass auch die Mighty Mouse in punkto Ergonomie  alles richtig macht. Sie hat eine nahezu perfekte Größe für die Durchschnittshand und gleitet sicher über fast jede Oberfläche. Und neuerdings gibt es sie für 55 Euro auch Kabellos mit Bluetooth.

Mit allen Schwächen und Stärken fügt sie sich absolut in das Apple-Design-Schema ein und für viele User ist es genau das, worauf es ankommt.

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