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Apple TV stößt auf wenig Interesse

Das Marktforschungsunternehmen Forrester schätzt den Abverkauf des Apple TV eher negativ ein. Man gehe nicht mehr davon aus, dass die prognostizierten eine Million Apple TV bis Jahresende verkauft werden könnten.

Noch im Mai hatte Forrester vorausgesagt, dass Apple bis Ende des Jahres eine Million Geräte absetzen werde. Von dieser Aussage will man jetzt allerdings Abstand nehmen. Zu den bereits 400.000 geschätzten Geräten, die Apple bisher abgesetzt haben dürfte, könnten noch einmal etwa 400.000 zusätzliche Apple TVs im Weihnachtsgeschäft abgesetzt werden. Die prognostizierte eine Million werde somit leider nicht erreicht.

Bisher hatte Apple mit seinen Produkten immer einen recht guten Riecher, was den Abverkauf anbelangte. Bei dem Apple TV ist das scheinbar nicht so. Es handelt sich hierbei um eine Art Media-Streaming-Station, die Inhalte vom Computer zum Fernseher kabellos über WLAN überträgt. Hierfür wird lediglich vorausgesetzt, dass diese Inhalte in der Apple-Software iTunes auf dem Computer vorliegen.

Als möglichen Grund für das bisherige Versagen des Apple TV sieht man bei Forrester vor allem die nicht stattgefundene Video-Revolution im iTunes-Store. So gibt es im deutschen iTunes-Store beispielsweise noch gar keine Videos zu kaufen, bis auf einige wenige Kurzfilmchen. Auch das iPhone und der iPod sind hiervon betroffen. Denn auch diese werden durch die iTunes-Bibliothek versorgt. Von einem größeren Filmangebot würden somit auch diese beiden Geräte profitieren.

Es liegt aber wohl nicht daran, dass die Menschen das Apple TV nicht kennen würden. So hätten Umfragen ergeben, dass in etwa die Hälfte der Erwachsenen in den USA bereits vom Apple TV gehört habe, davon hätten aber gerade mal in etwa fünf Prozent, sich das Gerät in einem Geschäft näher angeschaut. Gerade einmal drei Prozent hingegen, beabsichtigen sich das Apple TV überhaupt zuzulegen.

Sicher liegt es aber auch daran, dass einfach zu wenige Formate unterstützt werden. Weit verbreitete Formate wie DivX lassen sich ohne entsprechende Hacks gar nicht anzeigen. Zudem kaufen sich Filmliebhaber bisher vor allem Filme als DVD, die sich wiederum nicht für das Apple TV konvertieren lassen, da sie meist kopiergeschützt sind. Es ist also durchaus schwierig überhaupt Inhalte in iTunes für das Gerät bereitzustellen. Ein Kaufen von Inhalten ist in Deutschland zudem noch gar nicht möglich. Zudem sind die Preise in den USA recht hoch, so dass man dann doch wohl lieber wieder zur DVD greift. Neue Medien wie HD-DVD oder Blu-Ray-Discs wecken auch eher das Interesse der Konsumenten, da man dort die volle HDTV-Auflösung geboten bekommt. Filme im US-iTunes-Store erreichen hingegen meist nicht einmal die komplette DVD-Qualität.

Das Unternehmen Forrester glaubt aber, dass man das Apple TV wieder interessanter machen könnte, wenn man den Inhalte-Lieferant NBC als Partner zurückgewinnen und Filme dann statt wie bisher nur zum Kauf, auch zur Vermietung anbieten würde. Ein Vermietmodell für Filme würde dem Apple TV sicherlich gut zu Gesicht stehen, man würde sich den Gang zur Videothek sparen und könnte bequem vom Sofa aus in der großen Filmbibliothek wählen. Das Gerät hat also noch viel Potential, man muss es nur wecken. Gerüchte besagen auch, dass Apple bereits ein neues Apple TV in Planung habe, dass dann auch über ein Laufwerk für DVDs verfügen solle. Inwieweit dies der Wahrheit entspricht, kann man nicht sagen, es würde jedenfalls vom bisherigen Konzept der reinen Media-Streaming-Station abweichen.

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Ein Kommentar - Kommentarfunktion deaktiviert.

  1. MeckerGoblin sagt:

    Interessant, ich kannte das Teil überhaupt nicht.

    Kein Wunder, dass das floppt – wenn das vom Apple Store abhängig ist, muss es ja schiefgehen! Bis die da nicht hochauflösende Filmdateien integriert haben ist das TV-Angebot für mich vollkommen uninteressant.