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Apple auf dem absteigenden Ast?

Ob iPods, iPads oder iPhones – die Absatzzahlen der Produkte von Apple sind schwindelerregend gut. Deswegen erreichte die Aktie trotz Finanz- und Wirtschaftskrise an den Börsen bis vor wenigen Monaten immer neue Rekordstände erreichte. Jeder dachte, es würde immer so weitergehen, aber die Konkurrenz schläft nicht. Schon längst können die Produkte anderer Hersteller qualitativ mit den Produkten von Apple gleichziehen, dies aber zumeist zu einem deutlich günstigeren Preis.

Was Apple erfolgreich machte

Als Steve Jobs im Jahr 1976 die Firma Apple gründete, ahnte außer ihm wohl niemand, welche Erfolge sie feiern würde. Dabei stand Apple bereits Mitte der Neunziger kurz vor dem Bankrott, was nicht an den Produkten lag, sondern vielmehr an dem miesen Management von John Sculley, der Steve Jobs im Jahr 1985 unterwanderte und ihn mithilfe der Führungskräfte aus der Firma drängte. Aber Apple ohne den innovativen, kreativen Visionär Steve Jobs – das konnte nicht funktionieren. Die Firma, die in den Siebzigern buchstäblich über Nacht aus dem Nichts zu einem milliardenschweren Global-Player wurde, machte nur noch rote Zahlen. Bis Steve Jobs Ende der Neunziger wiederkehrte. Er krempelte die Firma um, erfand aus dem Stehgreif neue technische Innovationen und griff alte Prototypen und Ideen wieder auf, die unter der Führung von John Sculley ein bitterer Misserfolg waren. Das Ergebnis war, dass Apple nach kurzer Zeit wieder dicke Gewinne machte. Und nicht nur das, vielmehr wurde die totgeglaubte Firma, deren Abgesang von der Presse bereits angestimmt wurde, zu einem Marktführer, der keine Konkurrenz hatte.

Und dann kam Tim Cook

Als Steve Jobs im Jahr 2009 an Krebs erkrankte, war klar, dass er Apple aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr lange zur Verfügung stehen würde. Nachdem er im Jahr 2011 starb, wurde Tim Cook der offizielle Nachfolger vom Visionär Steve Jobs, der nicht nur kreative Ideen für innovative Produkte hatte, sondern auch die Fähigkeit besaß, seine Schöpfungen zu verkaufen. Legendär sind seine Shows, auf denen er seine neusten Produkte präsentierte und die Zuschauer in den Bann zog. Meistens erreichten die Verkaufszahlen direkt nach den Präsentationen von Steve Jobs Höchststände, was einzig auf sein Tun zurückzuführen war. Trotz anhaltender Rekorde, die Apple im Jahr 2012 erzielte, sind die zukünftigen Erwartungen nach Ansicht von Branchenkennern eher negativ. Gründe gibt es viele, nicht nur, dass beispielsweise das Samsung Galaxy dem iPhone in technischer Hinsicht überlegen ist, auch die Werbestrategie von Apple wirkt lahm und langweilig. Anstatt etwas Neues zu erschaffen, ruht man sich auf seinen Erfolgen aus, während die Konsumenten nicht zögern, beispielsweise das Nokia Lumia 920 zu kaufen, während das iPhone in den Regalen liegen bleibt.

Ist die Konkurrenz besser und günstiger, gerät auch ein Schwergewicht wie Apple leicht ins Wanken. Das ist am Aktienkurs zu sehen ist, der seit September 2012 um knapp 40 Prozent nachgab. An der Börse wird nicht der aktuelle Stand eines Unternehmens gehandelt, sondern vielmehr die zukünftigen Aussichten. Und die sind nach Ansicht der Investoren düster. Es fehlt Innovation und der Mut zu neuen Produkten. Apple will am Status quo festhalten, was schlichtweg nicht funktionieren wird.

Fotoquelle: Fotolia, 26314475, radopix

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